Welpen Aufzucht
Ich achte darauf dass die Welpen vielseitige Erlebnisse haben, vieles schon möglichst jung kennen lernen und erforschen können damit sie zu fröhlichen und möglichst angstfreien Hunden heranwachsen. Welpen sind bis zur 16.Woche am einfachsten 'programmierbar'. Was die Welpen in dieser Zeit kennen lernen hilft ihnen durchs ganze Leben.
Unten bekommen Sie Einblicke in unseren Welpenalltag der angelehnt ist an die 'Siebener Regel' von Battaglia (bei der aus sieben Bereichen jeweils sieben Dinge kennen gelernt werden)


In Woche eins und zwei gibt es in der Welpenwelt nur zwei Aktivitäten: Essen abholen und schlafen. Um alles andere kümmert sich die Mutterhündin. Trotzdem ist ein Züchter schon aktiv und nimmt die Kleinen so oft es geht auf die Hand. Man kann auch schon früh mit Tellington TTouches anfangen. Wir führen das vor allem am Kopf aus damit es später für die Kleinen stressfreier ist wenn sie vom Tierarzt, Ausstellungsrichter oder kleinen Kindern angefasst werden. Ebenso erleichtert es das überziehen des Geschirrs. Tägliches wiegen gehört natürlich zum Welpenalltag ebenso wie erste Geräusche kennen lernen.


Lieber Menschenbesuch ist auch sehr wichtig damit die Kleinen möglichst viele verschiedene Menschen kennenlernen. Von klein bis gross, alt und jung, laut und leise, auch mit Gehstock, Regenschirm und Mantel oder Rollstuhl..
Verschiedene Fütterungsarten müssen kennen gelernt werden. Dosenfutter geht meist schon recht gut, Trockenfutter gibt man anfangs besser eingeweicht. Als Frischfutter bekommen sie Rinderhack oder pürierte Hühnchenleber und die gekochte Variante ist Hühnchen mit Reis. Ab der dritten Woche kann man mit dem zufüttern anfangen was Holly gar nicht gerne sieht! Selbst wenn die scharfen Zähnchen das Gesäuge in der vierten Woche schon arg strapazieren, will sie weiterhin für die Fütterung zuständig sein! Zum Ablösen gebe ich den Welpen gerne auch mal Ziegenmilch.
Wichtig ist auch, dass die Kleinen an verschiedenen Orten zu fressen bekommen. Also auch mal draussen oder mit Publikum. Sie sollen auch aus unterschiedlichen Gefäßen fressen. Ich vermeide es dass sie am Boden etwas finden, vor allem draussen. Später sollen sie ja weder Unrat noch Giftköder zu sich nehmen.
Die Welt wird grösser! So vieles wird gefunden auf das man raufklettern, überqueren oder reinschauen kann. Immer wieder neue Spielsachen und neue Ecken auf dem Grundstück sind da sehr willkommen! Bei uns lernen die Welpen verschiedene Untergründe einfach so nebenher kennen. Gras und Wiese, Beton, Sand, Kies, Rindenmulch auf dem Weg oder das Abwassergitter das anfangs etwas Mut beim draufstehen braucht -- alles im Hof zu erleben.
Tunnel, Wippe, Wackelbrett, Holzklötze, alles dient der Koordination und macht viel Spass.


Die Wippe wird ausprobiert. Nach einigen Anläufen geht es schon ohne runterpurzeln.

So ein Rad ist ganz schön gross! Frauli hat dieses grosse Gefährt auch noch rurumgeschoben. Aber es waren alle sehr mutig, haben geschnuppert und natürlich gründlich untersucht. Angsthasen gibt es hier keine!
Der Rasenmäher, Kettensäge, Schubkarre, Kinderwagen, Fahrräder... alles mögliche kommt aus dem Schopf gerollt.

Ist da was drin?

Im Kräutergarten, schnüffeln an den komischen Pflanzen und alles anknabbern! Sehr lecker war vor allem der Rosmarin und Salbei ist auch beliebt!

Im Haus gibt es viele verschiedene Geräusche, laute Geräte, Musik, Stimmen... die Welpenecke ist im Esszimmer. Da ist am meisten los und die Welpen sind mittendrin in Familie und Alltag. Es gibt auch genug ruhige Ecken und Schlafplätze denn wer viel erlebt muss auch viel Pause machen!

Dieser Tunnel ist sehr beliebt! Und er knistert so toll wenn man durchkrabbelt!

Ein Welpe hat schon viel zu tun! Immer gibt es Neues zum kennen lernen.
Wenn die Welpen grösser werden geht es auch mal raus in die weite Welt! Autofahren, zur Bank, Fressnapf oder Baumarkt sind gute Ausflugsziele, zum Tierarzt und in den Park an dem die Hauptstraße vorbeiführt. Im Industriegebiet gibt's viele Lastwagen, hier auf dem Dorf eine Menge Traktoren und verschiedene Tiere.
Natürlich können die Welpen in den neun Wochen bei uns nicht vollständig geprägt und sozialisiert werden. Wir schaffen nur eine erste und abwechslungsreiche Grundlage. Dass aus den Kleinen wirklich mutige und vielseitig geprägte Hunde werden die in Ihren Alltag passen, müssen die neuen Halter unbedingt solche Erlebnisse fortführen! Je mehr ein Welpe bis zum Alter von 16 Wochen erlebt und geprägt wird, umso entspannter kann er später sein.
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